Sonnenbrillen: Arbeitsschutz für die Augen

Nach wie vor gelten Sonnenbrillen überwiegend als Freizeit-Accessoire, dabei sind sie auch für Arbeiten im Freien eine wichtige Schutzmaßnahme.

Sonnenbrillen sind im Sommer auch im Arbeitsalltag wichtig, wenn viel im Freien gearbeitet wird. Foto: pixabay

Millionen Menschen arbeiten teilweise oder ganztägig im Freien. Nicht nur auf Baustellen, auch in zahlreichen anderen Handwerks- und Dienstleistungsberufen gehört der längere Aufenthalt unter freiem Himmel zum Arbeitsalltag. Doch wärend beispielsweise Schutzkleidung oder Gehörschützer inzwischen längst akzeptiert und flächendeckend im Einsatz sind, ist das Thema Sonnenbrille an vielen Arbeitsstellen nicht gerne gesehen. Dabei müssen gerade jetzt zur Sommerzeit mit intensiver UV-Strahlung auch die Augen entsprechend geschützt werden.

Durch Blendung beim hellen Tageslicht wird die Sehschärfe herabgesetzt, bei längerer Exposition sind Kopfschmerzen und Augenbrennen die Folge. Längere UV-Belastung kann die Augenlinsen eintrüben und sogar zu Netzhauterkrankungen führen. Wirksame Sonnenbrillen sind daher ein unerlässlich.

Lieber mehr Geld ausgeben

Für ausreichenden Schutz sollte allerdings auch die richtige Qualität einer Sonnenbrille beachtet werden. Billige Sonnenbrillen aus dem Ramsch-Ständer können im Zweifelsfall sogar mehr Schaden als Nutzen verurusachen, da sie eventuell keinen ausreichenden UV-Schutz bieten.

Wichtig beim Kauf ist das CE-Zeichen, das den gesetzlich vorgeschriebenen UV-Schutz der Sonnenbrille bestätigt. Auch Hinweise wie UV 400 oder UV 100 deuten auf einen ausreichenden UV-Schutz hin. Ein solcher Aufkleber wird aber gerade bei günstigen Sonnenbrillen auch schon einmal gefälscht und sollte daher im Zweifelsfall überprüft werden, Optiker sind hierzu in der Lage.

Ebenso sollte die Sonnenbrille auch über eine ausreichende Gläsertönung verfügen. Man unterscheidet fünf Kategorien, wobei die Kategorie 2 mit 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit einen guten Schutz für Sonnentage in Mitteleuropa bietet. Die höchste Kategorie 4 ist indes nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch während der Arbeit nicht empfehlenswert – diese extrem getönten Brillen lassen so wenig Restlicht durch, dass sie nur für extrem helle Umgebungen zum Beispiel im Wintersport geeignet sind.