Internet der Dinge: Gefahren der Vernetzung

Das sogenannte Internet der Dinge bestimmt zunehmend den Alltag der Menschen. Doch die neue Technik birgt auch Gefahren, warnen Experten.

Immer mehr persönliche Gegenstände sammeln zum Teil hochsensible Daten ihres Benutzers. Entsprechende Vorsicht ist geboten. Foto: Pixabay

Das Internet der Dinge, auf englisch „Internet of Things“, IoT, ist inzwischen untrennbar mit unserem Leben verbunden. Dabei unterscheiden Experten zwischen zwei Linien, dem kommerziellen IoT zum Beispiel in Form vernetzter Produktionsmaschinen und dem persönlichen Internet der Dinge. Vielfach verstehen die Nutzer unter diesem Schlagwort besondere Technik wie etwa die Lautsprecher mit Bestellfunktion eines großen Onlinehändlers. Doch tatsächlich ist das IoT im Privatleben viel weiter verbreitet und damit auch durchaus mit Risikien verbunden, wie Fachleute warnen.

Die Problematik liegt in erster Linie in der Datensammlung solcher Geräte. Nicht nur die beschriebenen Lautsprecher, die stets in den Raum horchen und auf einen Befehl warten. Auch alltägliche Gegenstände wie Armanduhr, Babyphone oder Drucker verfügen inzwischen über eigene IP-Adressen im WWW und entsprechenden Zugang dazu. Ganz zu schweigen vom inzwischen für viele unentbehrlichen Begleiter, dem Smartphone. All diese Geräte sammeln sensible Daten, Gewohnheiten und Bewegungsprofile von ihren Benutzern, und nicht immer ist klar ersichtlich, ob und wofür diese Daten an Dritte übertragen werden.

Ungeschützte Überwachungskameras

Mit der zunehmenden IoT-Aufrüstung durch intelligente Haushaltstechnik, vom Lichtschalter bis zur Heizungssteuerung, wird dieses Problem immer größer. In den USA sollen aktuell bereits durchschnittlich 13 IoT-Geräte pro Haushalt vorhanden sein, und auch in Deutschland wird diese Marke wohl bald fallen. Neben der unklaren Behandlung von persönlichen Daten durch Dritte ist auch ein weiterer Aspekt zu berücksichtigen: Viele IoT-Geräte sind ab Werk völlig unzureichend gegen Missbrauch gesichert und können so durch Hacker angegriffen werden. Je tiefer die Vernetzung im Haushalt fortschreitet, desto gefährlicher sind solche Angriffe, die im Zwiefelsfall einen kompletten Haushalt „lahmlegen“ können. So sorgten 2016 von einem Discounter in großen Mengen verkaufte Überwachungskameras für Schlagzeilen, die völlig ungeschützt im Internet erreichbar waren und dabei auch gleich die Zugangsdaten zum Heimnetz des Besitzers mitlieferten.