Kurz notiert: Crashen für die Sicherheit

Um künftig auf möglichst geringe Schäden schauen zu können, müssen DEKRA Ingenieure diese zunächst einmal verursachen und dann untersuchen.

(Bild: DEKRA)

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Mit Wucht rast ein Fahrzeug ins andere. Die Frontscheibe platzt, Metall birst, die Insassen beider Wagen reißt es aus den Sitzen. Doch zum Glück handelt es sich hier nur um einen sorgfältig geplanten Crashtest.

Konzentriert beobachten die Ingenieure den Versuch. Anschließend werten sie die Messdaten aus den Dummys aus und untersuchen die Crashfolgen an den Fahrzeugen. Auf zwei Crashtest-Anlagen prüfen die Experten des DEKRA Crash Test Center in Neumünster neue Sicherheitssysteme von Lkw, Pkw und Zweirädern. Jeder Test bringt neue Erkenntnisse, wie die Sicherheit der Fahrzeuge weiter optimiert werden kann.

Weil der Verkehr einem ständigen Wandel unterworfen ist und die Sicherheitstechnik immer besser wird, werden auch die Versuchsanlagen von DEKRA regelmäßig an den aktuellen Stand der Technik angepasst.

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(Bild: DEKRA)

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Diese Dummys geben alles

DEKRA ist die einzige Expertenorganisation mit einem Prüfstand für Fußgängerschutztests.

Frank Leimbach ist Bereichsleiter des DEKRA Technology Center in Klettwitz und liefert uns einen Einblick in die Technik, die zur Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zum Einsatz kommt: „Im Automobil Test Center in Klettwitz verfügen wir über modernste Prüfstände, insbesondere auch für Fahrerassistenzsysteme“, erklärt der Fachmann.

„Unser Prüfstand für Fußgängerschutztests hat die Form einer Brücke. Dort können Dummys befestigt werden, die Fußgänger oder Radfahrer simulieren. Ob Erwachsener oder Kind, ob die Person geht oder läuft, ob sie zunächst verdeckt oder unverdeckt ist – diese Szenarien kann die Anlage abbilden. Wir können den Brückenarm um 170 Grad schwenken und verschiedene Anprallkonfigurationen realisieren. DEKRA ist die einzige Expertenorganisation mit einer solchen Anlage, die unabhängig von der Sensortechnologie im Fahrzeug auch künftige Euro NCAP Testverfahren abdeckt.“

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(Bild: DEKRA)

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Die Null im Blick

Keinen einzigen Verkehrstoten soll es eines Tages geben. DEKRA setzt sich dafür ein.

„Im vergangenen Jahr ist kein einziger Mensch im Straßenverkehr gestorben“: Eine solche Nachricht gab es noch nie – und dennoch ist die von DEKRA unterstützte „Vision Zero“ keine Utopie. Hunderte Städte in Europa und anderswo haben das Ziel von null Verkehrstoten schon erreicht. Beispiele: Aachen, Salzburg, Nottingham. DEKRA unterstützt die Bemühungen zur Sicherheit im Straßenverkehr mit konkreten Empfehlungen.

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